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LHQ | H.34 | neues Kreativzentrum im Norden Berlins

Ludwig Hoffmann Quartier LHQ News

Wird die ehemalige Franz-Volhard-Klink ein Kreativzentrum unter dem Namen „Ehrlichhaus“? Aktuell prüft die Ludwig Hoffmann Quartier Objektgesellschaft mbH & Co. KG gemeinsam mit der KARUNA Sozialgenossenschaft eG i.G., KARUNA International e.V. und weiteren Projektunterstützern eine mögliche Nutzung durch soziale Einrichtungen und Kreativschaffende. Auf rund 2500 qm Nutzfläche entsteht ein neues Format für kollektives Arbeiten. Schnittstellen zwischen Kunst, Technik und Sozialem werden den späteren Mietern neue Arbeitsfelder eröffnen. Die zukünftige KARUNA eG plant den Einzug mit der Wohngemeinschaft „die Bleibe“. Eine Jugendwohneinrichtung für zehn minderjährige Flüchtlingskinder. Zudem sind 4-5 Einraumwohnungen für ein weiteres soziales Wohnprojekt des Trägers geplant. Durch diese Form der Mischnutzung trägt das Haus Inklusionscharakter, denn die Bewohner der sozialen Einrichtungen  und die Mieter des Hauses können durch gemeinschaftliche Projekte immer wieder voneinander profitieren.

Kreative Mieter dürfen zudem zusätzliche Flächen für temporäre Projektarbeit oder Ausstellungen flexibel
anmieten. Auch die Bestandssituation des Hauses und somit die Geschichte des Objekts begeistert künftige
Mieter. “Unsanierte Flächen bedeuten Raum für Prozesse, Inspiration und Kreativität.“ so Dominik Steinmann, Theater- und Bühnenbildner und bereits mit einer Werkstatt Mieter auf dem Areal des Ludwig Hoffmann Quartiers.

Andreas Dahlke, Projektinitiator der Ludwig Hoffmann Quartier Objektgesellschaft mbH & Co. KG, sieht in
diesem Ansatz einen Vorteil für die Gesamtentwicklung des Areals: “Mit dieser Idee wäre ein wichtiger Teil unserer Philosophie eines Stadtquartiers umgesetzt. Ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben entstünde.
Eine Nutzung dieser Art wäre zum einen für die Mieter des Quartiers ein Gewinn und zum anderen
belebend für den gesamten Stadtteil Buch.“

Die Umsetzung dieser möglichen Nutzung ist allerdings kompliziert, denn die Flächenverhältnisse des Hauses sind schwierig. Andreas Krtschil, Projektsteuerer im Quartier, erklärt warum das so ist:“Das Verhältnis zwischen der Bruttofläche des Hauses und der tatsächlich nutzbaren Fläche ist ungünstig, d.h. es gibt lange, breite Flure und einen großen Anteil an Foyerflächen. Die Betriebskosten hierfür müssen am Ende auf alle Mieter verteilt werden.“ Nichts desto trotz begeistert die Idee schon jetzt viele kreative Köpfe. Am 22. Juli gab es bereits ein erstes Brainstorming unter den Projektinteressierten.

Unter dem Motto „OPEN-HOUSE“ findet vom 12. – 17. September eine weitere Belebung der kulturellen Art im Haus 34 statt. An sechs Tagen haben Kreativschaffende, potentielle Mietinteressenten und Unterstützer der Idee die Möglichkeit das Haus zu besichtigen und ein bißchen Arbeitsatmosphäre zu schnuppern. Das Haus wird für eine Art „Probearbeiten“ geöffnet. Ein vielfältiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, kleinen Konzerten, Theater- und Musikperformances sowie einer Kooperationsveranstaltung mit dem AWO Refugium Berlin-Buch wird diese Tage zusätzlich mit Leben füllen. Ein Höhepunkt des „OPEN-HOUSE“-Events ist die Genossenschaftsgründung von KARUNA eG am 17. September.

„Wir hoffen den Bekanntheitsgrad des Hauses 34 mit dieser Veranstaltung zu steigern und möglichst viele
Menschen mit unserer Konzeptidee zu begeistern und als zukünftige Mieter zu gewinnen.“ so Anne Kretschmar, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Akquise im Stadtquartier. Veranstaltungsinteressierte, ob als Besucher oder Akteure, können sich gerne unter: anne.kretschmar@l-h-q.de melden. Ein detailliertes Programm und Information: anne.kretschmar@l-h-q.de

Mehr Informationen zum H.34 – Franz-Ehrlich-Haus (PDF Exposé)

Quelle: LHQ Objektgesellschaft mbH & Co. KG